01 hands bolzano
1

Medikamentenabhängigkeit

Die Medikamentenabhängigkeit und ihre Folgen

Als Medikamentenabhängigkeit bezeichnet man die Tendenz, Medikamente so einzunehmen, dass ihr Konsum im Laufe der Zeit nicht mehr kontrollierbar ist.

Im Allgemeinen ist der Begriff Medikamenten- oder Arzneimittelanhängigkeit im Zusammenhang mit bestimmten Medikamenten (Amphetamine, Barbiturate, Benzodiazepine, Analgetika usw.) gebräuchlich, wird aber auch oft mit anderen psychotropen Substanzen wie Alkohol und illegalen Drogen in Zusammenhang gebracht.

Die Abhängigkeit von Medikamenten kann folgende Symptome verursachen:

  • Psychische Abhängigkeit: Diese entsteht dadurch, dass die Substanz wegen ihrer angenehmen Wirkung eingenommen wird oder auch deshalb, weil sie bei gewissen Problematiken – wie zum Beispiel bei Unruhe – Erleichterung mit sich bringt.
  • Körperliche Abhängigkeit: Durch die unkontrollierte Einnahme bestimmter Medikamente entsteht ein physisches Verlangen nach der regelmäßigen Einnahme des im Medikament enthaltenen Wirkstoffs. Bei mangelnder Einnahme tritt ein mehr oder weniger starkes Unwohlsein auf, das auch mit Schmerzempfindung und Angstzuständen verbunden sein kann. Bei diesem Zustand spricht man von Entzugserscheinungen.
  • Gewöhnung an die Substanz (Toleranz): Die gewohnte Dosis verliert mit der Zeit an Wirkung. Um eine vergleichbare Wirkung wie zu Beginn der Einnahme zu erzielen, benötigt die Person eine immer höhere Dosis des Wirkstoffs.